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Einkochen ist eine der einfachsten und zuverlässigsten Methoden, um Obst, Gemüse, Saucen oder ganze Gerichte lange haltbar zu machen – ganz ohne künstliche Zusatzstoffe.
Mit ein paar Gläsern, einem Topf und ein bisschen Zeit kannst du deine Vorratskammer füllen und in der Küche richtig Geld sparen.
Hier zeige ich dir:
- Wie Einkochen funktioniert
- Was du an Ausstattung brauchst
- Was du alles einkochen kannst
- Ein einfaches Grundrezept zum Start
- Tipps für Haltbarkeit, Lagerung & häufige Fehler
Was ist Einkochen überhaupt?
Beim Einkochen werden Lebensmittel durch Erhitzen haltbar gemacht. Das funktioniert so:
- Du füllst das rohe oder vorgekochte Lebensmittel in ein Glas.
- Dann erhitzt du das verschlossene Glas in einem Topf oder Einkochautomat.
- Die Hitze tötet Keime ab und im Glas entsteht ein Vakuum.
- So bleibt das Eingekochte monatelang haltbar – ganz ohne Kühlung.
Einkochen ist ideal für:
- Ernte aus dem Garten (Tomaten, Zucchini, Äpfel etc.)
- Großeinkäufe oder Sonderangebote
- Selbstgemachte Vorräte (Suppen, Soßen, Gemüsebeilagen)
Was brauchst du zum Einkochen?
Gute Nachricht: Du brauchst kein teures Spezialgerät – viele starten mit einem ganz normalen Kochtopf!
Grundausstattung:
- Einmachgläser mit Deckel* (z. B. Schraubgläser oder Weckgläser mit Gummi & Klammern)
- Großer Kochtopf* (oder Einkochtopf mit Thermostat)
- Einsatz oder Geschirrtuch für den Topfboden (damit die Gläser nicht direkt aufliegen)
- Kochthermometer* (optional, für genaues Arbeiten)
- Trichter & Schöpfkelle* (hilft beim sauberen Abfüllen)
Tipp: Gläser und Deckel vor dem Befüllen gründlich reinigen und heiß ausspülen – das sorgt für längere Haltbarkeit.
Was kann man alles einkochen?
Fast alles! Besonders gut eignen sich:
| Obst | Gemüse | Sonstiges |
|---|---|---|
| Äpfel, Birnen, Kirschen | Tomaten, Bohnen, Zucchini | Suppen, Saucen, Brühe |
| Pflaumen, Rhabarber | Kürbis, Möhren, Erbsen | Gulasch, Bolognese, Eintöpfe |
| Beeren aller Art | Rotkohl, Blumenkohl | Apfelmus, Kompott |
Wichtig:
Lebensmittel mit niedrigem Säuregehalt (z. B. Fleisch, Gemüse, Brühe) solltest du besonders sorgfältig und lang genug einkochen, um gefährliche Keime wie Clostridium botulinum zu vermeiden. Dafür brauchst du je nach Rezept längere Kochzeiten oder ggf. einen Druckeinkochtopf.
Häufige Fehler beim Einkochen (und wie du sie vermeidest)
| Fehler | Lösung |
|---|---|
| Gläser sind nach dem Abkühlen nicht dicht | Möglicherweise war der Rand nicht sauber – immer sorgfältig reinigen |
| Eingekochtes verdirbt schnell | Garen evtl. zu kurz oder Glas undicht – Einkochzeit & Temperatur prüfen |
| Glas ist gesprungen | Gläser zu schnell abgekühlt oder ohne Unterlage im Topf → immer mit Tuch unterlegen |
| Einkochgut schäumt über | Glas zu voll – max. bis 2 cm unter den Rand befüllen |
Übersicht der Einkochzeiten
| Was will ich einkochen? | Dauer (in min) | Grad Celsius | Hinweis |
| Erbsensuppe | 90 Minuten | 100-120 Grad Celsius | Nur ohne Sahne/Fleischwurst einkochen. Im Druck-Einkochtopf wegen geringer Säure. |
| Tomatensauce | 30-40 Minuten | 90-100 Grad Celsius | Mit etwas Zitronensäure verlängert haltbar. |
| Chili con Carne | 90 Minuten | 100-120 Grad Celsius | Bohnen müssen durchgegart sein. |
| Kürbissuppe | 90 Minuten | 100-120 Grad Celsius | Ohne Sahne, mit Brühe und Gewürzen. |
| Kartoffelsuppe | 90 Minuten | 100-120 Grad Celsius | Nur ohne Sahne/Milch/Creme einkochen. Drucktopf nötig. |
| Apfelmus | 30 Minuten | 90-100 Grad Celsius | Kann im normalen Einkochautomaten oder im Ofen eingekocht werden. Gläser randvoll füllen. |
| Gulasch | 90-120 Minuten | 100-120 Grad Celsius | Nur im Druck-Einkocher einkochen. Fleisch muss komplett durchgegart sein. |
| Bolognese | 90 Minuten | 100-120 Grad Celsius | Zuerst gut einköcheln lassen, heiß einfüllen, dann im Drucktopf einkochen. |
| Karotten einkochen | 90 Minuten | 100 Grad Celsius | Zuerst kleinschneiden, dann blanchieren. |
Sicherheitshinweise
- Immer heiß einfüllen (mind. 75–80 °C), sofort verschließen.
- Fett/Dreck am Glasrand kann den Deckelverschluss beeinträchtigen → sauber wischen!
- Im Zweifelsfall: Nach 24 h noch einmal zweites Mal einkochen (besonders bei fettreichen Fleischgerichten).


