Lebensmittel einkochen

Einkochen

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Einkochen ist eine der einfachsten und zuverlässigsten Methoden, um Obst, Gemüse, Saucen oder ganze Gerichte lange haltbar zu machen – ganz ohne künstliche Zusatzstoffe.
Mit ein paar Gläsern, einem Topf und ein bisschen Zeit kannst du deine Vorratskammer füllen und in der Küche richtig Geld sparen.

Hier zeige ich dir:

  • Wie Einkochen funktioniert
  • Was du an Ausstattung brauchst
  • Was du alles einkochen kannst
  • Ein einfaches Grundrezept zum Start
  • Tipps für Haltbarkeit, Lagerung & häufige Fehler

Was ist Einkochen überhaupt?

Beim Einkochen werden Lebensmittel durch Erhitzen haltbar gemacht. Das funktioniert so:

  1. Du füllst das rohe oder vorgekochte Lebensmittel in ein Glas.
  2. Dann erhitzt du das verschlossene Glas in einem Topf oder Einkochautomat.
  3. Die Hitze tötet Keime ab und im Glas entsteht ein Vakuum.
  4. So bleibt das Eingekochte monatelang haltbar – ganz ohne Kühlung.

Einkochen ist ideal für:

  • Ernte aus dem Garten (Tomaten, Zucchini, Äpfel etc.)
  • Großeinkäufe oder Sonderangebote
  • Selbstgemachte Vorräte (Suppen, Soßen, Gemüsebeilagen)

Was brauchst du zum Einkochen?

Gute Nachricht: Du brauchst kein teures Spezialgerät – viele starten mit einem ganz normalen Kochtopf!

Grundausstattung:

Tipp: Gläser und Deckel vor dem Befüllen gründlich reinigen und heiß ausspülen – das sorgt für längere Haltbarkeit.

Was kann man alles einkochen?

Fast alles! Besonders gut eignen sich:

ObstGemüseSonstiges
Äpfel, Birnen, KirschenTomaten, Bohnen, ZucchiniSuppen, Saucen, Brühe
Pflaumen, RhabarberKürbis, Möhren, ErbsenGulasch, Bolognese, Eintöpfe
Beeren aller ArtRotkohl, BlumenkohlApfelmus, Kompott

Wichtig:
Lebensmittel mit niedrigem Säuregehalt (z. B. Fleisch, Gemüse, Brühe) solltest du besonders sorgfältig und lang genug einkochen, um gefährliche Keime wie Clostridium botulinum zu vermeiden. Dafür brauchst du je nach Rezept längere Kochzeiten oder ggf. einen Druckeinkochtopf.

Häufige Fehler beim Einkochen (und wie du sie vermeidest)

FehlerLösung
Gläser sind nach dem Abkühlen nicht dichtMöglicherweise war der Rand nicht sauber – immer sorgfältig reinigen
Eingekochtes verdirbt schnellGaren evtl. zu kurz oder Glas undicht – Einkochzeit & Temperatur prüfen
Glas ist gesprungenGläser zu schnell abgekühlt oder ohne Unterlage im Topf → immer mit Tuch unterlegen
Einkochgut schäumt überGlas zu voll – max. bis 2 cm unter den Rand befüllen

Übersicht der Einkochzeiten

Was will ich einkochen?Dauer (in min)Grad CelsiusHinweis
Erbsensuppe90 Minuten100-120 Grad CelsiusNur ohne Sahne/Fleischwurst einkochen. Im Druck-Einkochtopf wegen geringer Säure.
Tomatensauce30-40 Minuten90-100 Grad CelsiusMit etwas Zitronensäure verlängert haltbar.
Chili con Carne90 Minuten100-120 Grad CelsiusBohnen müssen durchgegart sein.
Kürbissuppe90 Minuten100-120 Grad CelsiusOhne Sahne, mit Brühe und Gewürzen.
Kartoffelsuppe90 Minuten100-120 Grad CelsiusNur ohne Sahne/Milch/Creme einkochen. Drucktopf nötig.
Apfelmus30 Minuten90-100 Grad CelsiusKann im normalen Einkochautomaten oder im Ofen eingekocht werden. Gläser randvoll füllen.
Gulasch90-120 Minuten100-120 Grad CelsiusNur im Druck-Einkocher einkochen. Fleisch muss komplett durchgegart sein.
Bolognese90 Minuten100-120 Grad CelsiusZuerst gut einköcheln lassen, heiß einfüllen, dann im Drucktopf einkochen.
Karotten einkochen90 Minuten100 Grad CelsiusZuerst kleinschneiden, dann blanchieren.

Sicherheitshinweise

  • Immer heiß einfüllen (mind. 75–80 °C), sofort verschließen.
  • Fett/Dreck am Glasrand kann den Deckelverschluss beeinträchtigen → sauber wischen!
  • Im Zweifelsfall: Nach 24 h noch einmal zweites Mal einkochen (besonders bei fettreichen Fleischgerichten).

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