Warum ich plötzlich vegetarisch wurde

.. und was das für diesen Blog bedeutet

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Manche Veränderungen passieren langsam und still. Andere über Nacht.

Eines Tages sagte ich zu meinem Mann:
„Irgendwie kann ich diese Massen an Fleisch einfach nicht mehr sehen.“
Er schaute mich an und sagte nur:
„Dann lass uns doch einfach mal eine Woche vegetarisch kochen.“

Gesagt, getan.

Diese eine Woche war Mitte August 2025 – und ich habe seitdem kein einziges Stück Fleisch mehr gegessen.

Der Auslöser – und warum ich dabei geblieben bin

Ziemlich genau zur selben Zeit bin ich zufällig auf Robert Marc Lehmann gestoßen. Seine Beiträge über Tierleid, Umweltzerstörung und unsere Verantwortung als Konsumenten haben mich tief bewegt. Ich habe angefangen, mich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen – und plötzlich war da so viel, das ich vorher einfach ausgeblendet hatte.

Diese neuen Informationen haben mir unglaublich geholfen, dranzubleiben – nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung. Es fühlt sich für mich richtig an.

Ich brauche kein Fleisch mehr auf meinem Teller.

Heißt das jetzt: Nie wieder Fleisch auf meinem Blog?

Nein.
Denn ich möchte ehrlich bleiben – und vor allem alltagstauglich.

Mein Mann isst nach wie vor ab und zu Fleisch – und ich respektiere das. Wir gehen da offen miteinander um, und ich finde es wichtig, auch solche Mischmodelle zu zeigen. Deshalb wird es auf meinem Blog auch weiterhin Rezepte mit Fleisch geben – aber:

  • Ich werde bei allen tierischen Produkten noch stärker auf Herkunft und Qualität achten
  • Jedes Rezept bekommt ab sofort auch eine vegetarische Alternative
  • Und ich möchte den Fokus klarer auf nachhaltige, fleischlose Gerichte legen – gerade auch in der Familienküche

Die Unterschiede sind meist gar nicht so groß – oft lässt sich ein Fleischgericht ganz einfach vegetarisch abwandeln, ohne dass jemandem etwas fehlt.

Was sich für mich verändert hat

Seit der Umstellung habe ich das Gefühl, leichter und bewusster zu essen. Ich probiere mehr aus, koche kreativer und beschäftige mich intensiver mit Lebensmitteln, die früher eher „Beilage“ waren. Auch mein Einkauf hat sich verändert – saisonaler, regionaler, achtsamer.

Und ehrlich gesagt: Ich vermisse nichts.
Weder Geschmack, noch Nährstoffe, noch Genuss.

Und wie ist das mit Nährstoffen?

Eine Frage, die ich mir selbst gestellt habe:
Fehlt mir da nicht was?
Gerade als Frau, Mama und Vegetarierin will ich natürlich sicherstellen, dass ich und meine Familie mit allem versorgt sind, was wir brauchen.

Seit meiner Umstellung habe ich mich deshalb auch mit dem Thema Nahrungsergänzungsmittel beschäftigt. Nicht, weil ich blind alles einwerfen will, sondern weil ich finde, dass man bewusst hinschauen sollte – egal ob mit oder ohne Fleisch auf dem Teller.

Was ich aktuell ergänze (nach Rücksprache mit der Ernährungsberaterin meines Vertrauens):

  • Vitamin B12 – weil es fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt und bei vegetarischer Ernährung oft zu kurz kommt.
  • Omega-3-Fettsäuren – in pflanzlicher Form (z. B. aus Algenöl), da ich keinen Fisch esse.
  • Vitamin D – vor allem im Herbst und Winter, was aber generell für viele Menschen sinnvoll ist.
  • Eisen – beobachte ich regelmäßig, da pflanzliches Eisen vom Körper schlechter aufgenommen wird.
  • Zink & Jod – nehme ich gelegentlich ergänzend, je nach Ernährungslage.

Ich lasse jetzt regelmäßig meine Werte checken und finde:
Nahrungsergänzung ist kein Zeichen von Mangel, sondern von Achtsamkeit.
Wir leben in einer Zeit, in der wir das Beste aus beiden Welten nutzen können – also warum nicht?

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